Im Jahr 2020 ist die Schaffenskrise der Hauptfigur Faust aus Goethes Tragödie wieder aktuell. Zumindest im übertragenen Sinne. Doch aktuell betrifft die Krise die Kulturschaffenden und nicht die Wissenschaftler*innen.
Bedingt durch die Pandemie bleiben die Bühnen leer und viele Konzerte fallen aus.
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0:6 verlor die deutsche Nationalmannschaft am letzten Dienstag gegen Spanien. Der mutlose Auftritt passt in das Gesamtbild, das „Die Mannschaft“ aktuell abgibt. Denn was nach der sportlichen Blamage in den Diskussionen oft vergessen wird: Auch außerhalb des Felds gibt der DFB kein gutes Bild ab.
Trotz Lorenz Caffiers Rücktritt erwecken die jüngsten Affären um Mecklenburg-Vorpommerns Ex-Innenminister Caffier und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey den Eindruck, dass immer mehr Politiker*innen versuchen, einen Rücktritt mit aller Macht zu vermeiden. Dabei schaden sie nicht nur sich selber, sondern vor allem der Demokratie.
„Das Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Normalerweise würde ich, wenn ich Wandtattoo-eske Sprüchen, wie diesen vom ehemaligen Pfarrer und Arzt Albert Schweitzer, lese zynisch werden und einen dummen Kommentar dazu abgeben. In diesen Tagen mache ich das nicht, sondern denke nach – über das Teilen.
Seit Beginn der Pandemie wird über eine Lösung für die Schulen diskutiert. Zwar lässt sich über den Erfolg streiten, immerhin findet das Thema aber in die Öffentlichkeit. Anders sieht es bei den Universitäten aus: Über ihre Situation verliert die Politik kaum ein Wort. Das muss sich ändern.
Ein Wahlsieg des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden wird immer wahrscheinlicher. Doch dass die USA mit einer Niederlage Donald Trumps zu alter Stabilität zurückfinden und die gesellschaftliche Polarisierung schlagartig hinter sich lassen, ist eine Illusion.
Am Montag überschritt Hamburg erstmals den Corona-Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Trotz angeordneter Sperrstunde feierten 90 Unbelehrbare in der Nacht zum Sonntag in einem versteckten Keller auf der Reeperbahn. Ein Verhalten, das fassungslos macht.
Weihnachten ist eine wirklich schöne Zeit, die vom Duft von Plätzchen, Tannengrün, Tee oder Glühwein begleitet wird. Aber auch wenn Vorfreude bekanntlich einer der schönsten Freuden ist – warum bitte gibt es schon im Oktober Lebkuchen zu kaufen?
Noch Generationen nach der deutschen Einheit sind die Lebensumstände nicht überall gleich. Ständig auf diesen Unterschieden herumzureiten, löst aber die Probleme nicht.
Endlich Semesterferien? Eigentlich hat sich nichts am Arbeiten geändert. Am 22. Juli 2020 hatte unsere Chefredakteurin die Sehnsucht nach dem Campusleben beschrieben, jetzt geht es um die Sehnsucht nach Pausen – und um das Sommerloch.
Vorlesungen gemütlich vom Bett aus verfolgen oder sich in den überfüllten Hörsaal quetschen? Vor einem Jahr wäre die Antwort noch eindeutig ausgefallen. Doch das Corona-Semester weckt eine tiefe Sehnsucht nach dem typischen Studentenleben und die Sorge, dass nichts mehr so wird wie früher.
Witze über den osteuropäischen Alkoholkonsum gehören zum Standardarsenal der Europäer*innen. In der heutigen Kolumne sprechen wir über die irrtümlichen Klischees russischer Trinkkultur und darüber, wie ich in Deutschland zu einer pragmatischen Teilzeit-Alkoholikerin wurde.
Die Debatte um die Wehrpflicht flammt wieder auf. Ein Argument: Die Wiedereinführung sei eine Möglichkeit, rechtsextremistische Auswüchse in der Bundeswehr zu verhindern. Diese Annahme ist nicht nur falsch, sondern verwirkt gleichzeitig die Chance auf wirksame Reformen gegen strukturellen Rechtsextremismus.
Das Video von Rezo zur Lage der Presselandschaft „Die Zerstörung der Presse“ und die Antwort der FAZ, hat unter Journalist*innen eine große Debatte ausgelöst. Doch was sagt das Publikum zu dem Video? Der angehender Lehrer und KOPFZEILE-Leser Patrick schreibt in seinem Gastbeitrag, warum für ihn beide Videos ein Glücksfall sind.
Die Kolumne von Hengameh Yaghoobifarah über die Rolle der Polizei sorgt für Diskussionen. Der Konflikt, der sich anfangs noch um die Grenzen von Satire drehte, offenbarte eine zweite, tiefere Ebene des Problems.
Was gibt es Schöneres als ein ausgiebiges Frühstück am Sonntag? Ich esse dann am liebsten ein paar Croissants mit Marmelade.
Die Corona Krise fühlt sich wie eine Trennung an. In der Kolumne Danke, Deutschland #2 erzählt Anastasia, wie sie die Situation anfangs nicht wahrhaben wollte, und nach einem zweimonatigen Kampf mit Angst, Wut und Einsamkeit letztendlich versuchte sich in dieser Welt neu zu orientieren.
Der gewaltsame Tod von George Floyd in Minneapolis hat die ganze Welt erschüttert. Aber nicht nur in den USA sterben Schwarze und People of Color aufgrund ihrer Hautfarbe. Auch in Deutschland ist Rassismus ein reales Problem.
Die globale Gesellschaft leidet unter einem Virus. Die Symptome: zerstörerischer Größenwahn, soziale Verrohung und ein sterbender Planet. Ausgerechnet ein neuer Erreger könnte die Menschheit heilen.
Verschwörungstheoretiker*innen werden in den Medien als verrückt dargestellt. Dort und auf Demonstrationen will man sie am liebsten gar nicht mehr sehen. Eine demokratische Gesellschaft muss ihren Glauben an Unsinn aber aushalten können. Ein Plädoyer gegen ihre Stigmatisierung.
