Theoretisch ist ein Date heutzutage ziemlich unkompliziert. Man verabredet sich halt und geht ins Kino oder etwas trinken. Eine:n Aufpasser:in werden die meisten nicht haben, höchstens einen abgesprochenen Anruf von Freund:innen, der einen erlöst, sollte das Date komplett in die Hose gehen. Vor nicht allzu langer Zeit sah das aber noch ganz anders aus. Und das stürzt zwei Studenten im Stück von Brandon Thomas in ziemliches Chaos, wie das Ernst Deutsch Theater unterhaltsam zeigt.

Vor einiger Zeit war Kaffee noch ein Luxusgut, es gab kaum Autos und Kriminalbeamt:innen waren hauptsächlich männlich. Außerdem war es zwar von Vorteil, einen Adelstitel zu tragen, um schnell im hohen Dienst der Polizei anfangen zu können, vor allen Problemen schützte er jedoch auch nicht. In Ralph Knobelsdorfs neuem Roman, dem Anfang einer Serie, stellt das auch der junge Wilhelm von der Heyden, Sohn eines Freiherrn, fest.

Die Polizei hat nicht viel zu melden im kleinen Fischerdorf Cadgwith an der Küste Cornwalls. Man kennt sich und Konflikte werden untereinander gelöst – eigentlich. Denn als die Leiche der jungen Victoria Bowdery am Fuß der Klippen gefunden wird, muss die Polizei doch einschreiten. Ian Bray spinnt in seinem neuen Roman ein dichtes Geflecht aus Fragen und Verdächtigungen.

Als Ausdruck von Protest eignet sich viel, von Bannern und Transparenten über Kleidung – bis hin zu den Haaren. Die Hippies der 1960er-Jahre etwa trugen ihre Haare lang und offen, als Zeichen ihrer Abgrenzung gegenüber denen, die ihr Leben nach den klassischen Vorstellungen lebten. Das Musical „Hair“ nimmt sich dieser Unterschiede und Konfrontationen an. Am Altonaer Theater feierte es in einer aktualisierten Form Premiere und eröffnete dort die Spielzeit.

Da das Reisen derzeit immer noch mit Risiken verbunden ist – wie wäre es mit einer Zeitreise? In eine Epoche der Ekstase und Exzesse, Drogen und Partys, die 1920er-Jahre. Neben dem ausschweifenden Leben gibt es jedoch auch Tod und Elend. Und diejenigen, die dagegen vorgehen wollen, wie die Ermittler:innen in Helga Glaeseners Roman. Willkommen in Hamburg im Jahr 1928.

Der Wald als lebendiger und mystischer Ort inspiriert schon seit Jahrtausenden Schriftsteller:innen und Poet:innen. Auch Diana, Göttin der Keuschheit und der Jagd, wohnt dort zusammen mit ihren Nymphen. Zu diesen zählt Sylvia, über deren Leben und Lieben John Neumeier ein Ballett choreografierte. Dieses feierte nun an der Staatsoper Hamburg seine Wiederaufnahme und gleichzeitig die Spielzeiteröffnung.

Lauthals mitsingen, tanzen, schwitzen – Konzerte können wahre Aerosol-Schleudern sein. Im Hamburger Hafen wurde nun ein pandemiegerechtes Konzept entwickelt. Dort trat am Dienstagabend vergangener Woche der Rapper Prinz Pi auf. Unsere Autorin war dabei und hat eine neue Perspektive gewonnen.

In der Welt der Zukunft hat sich sehr wenig verändert. Die Luftverschmutzung, zumindest in London, haben die Menschen nicht wirklich in den Griff bekommen. Aber dennoch gibt es einige interessante Entwicklungen und vor allem Superheld:innen, die sogar einen eigenen Club haben. Unter ihnen ist auch Dragman, Protagonist der neuen Graphic Novel von Steven Appleby.

Was machen ein eher unbekanntes Sonett von William Shakespeare und ein Achat-Kristall auf der Leiche einer jungen Frau? Das fragt sich neben der Polizei auch der ehemalige Geheimagent und jetzige Buchhändler Robert Mondrian. Er wird von seinem Freund Kommissar Neher um Hilfe bei den Ermittlungen gebeten und macht sich zusammen mit seinen Assistent:innen daran, Licht ins Dunkel dieses Falls zu bringen.

Mit der Graphic Opera „Weiße Rose“, einer Kammeroper von Udo Zimmermann, hat die Staatsoper einen Film gedreht, der Oper, Schauspiel und Animationen vereint. Die beiden Protagonist:innen Hans und Sophie Scholl werden von Marie-Dominique Ryckmanns und Michael Fischer gesungen. Mit Kopfzeile sprachen die beiden über die Figuren und die Produktion der Graphic Opera.

Deutschland ist eine Klassengesellschaft. Der Reichtum ist so ungleich verteilt wie in kaum einem anderen europäischen Land. Die reichsten 10 Prozent besitzen rund zwei Drittel des Vermögens. Was bedeutet es, in so einer Gesellschaft „unten“ aufzuwachsen? Was bedeutet es, sich von seinem sozialen Herkunftsmilieu zu entfernen, „aufzusteigen“, aber nie so richtig anzukommen? Diese Fragen behandelt der 2021 erschienene Essayband „Klasse und Kampf“.

Manchmal trifft der Spruch ‚Nomen est Omen‘ absolut zu. Das stellt auch Jonah Colley fest, als er an dem alten, verlassenen Lagerhaus am Slaughter Quay ankommt und dort statt eines ehemaligen Freundes vier Leichen findet. Als er dann auch noch krankenhausreif geschlagen wird, will er wissen, was an diesem unwirtlichen Ort passiert ist. Damit beginnt Simon Becketts neuer Thriller.

„Celebration“ – unter diesem Motto feierte die diesjährige Nijinsky-Gala XLVI Musik und Tanz. Mit Ausschnitten aus verschiedenen Choreografien nahmen das Hamburg Ballett und John Neumeier die Zuschauer:innen zum Abschluss der 46. Hamburger Ballett-Tage mit auf eine Reise durch Raum und Zeit.

Erfüllte, überbordende Liebe ist mit Sicherheit das schönste Gefühl, das es gibt. Ist sie aber unerfüllt, ist der Schmerz nur schwer zu ertragen. Also was ist zu tun, um die auserwählte Person für sich zu gewinnen?  William Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“ beschreibt Irrungen und Wirrungen von Liebenden. John Neumeier hat zu diesem Stück ein Ballett choreografiert und es während des Winters als DVD produziert. Der Film wurde nun in der Staatsoper vorgestellt.