Als Ausdruck von Protest eignet sich viel, von Bannern und Transparenten über Kleidung – bis hin zu den Haaren. Die Hippies der 1960er-Jahre etwa trugen ihre Haare lang und offen, als Zeichen ihrer Abgrenzung gegenüber denen, die ihr Leben nach den klassischen Vorstellungen lebten. Das Musical „Hair“ nimmt sich dieser Unterschiede und Konfrontationen an. Am Altonaer Theater feierte es in einer aktualisierten Form Premiere und eröffnete dort die Spielzeit.

Da das Reisen derzeit immer noch mit Risiken verbunden ist – wie wäre es mit einer Zeitreise? In eine Epoche der Ekstase und Exzesse, Drogen und Partys, die 1920er-Jahre. Neben dem ausschweifenden Leben gibt es jedoch auch Tod und Elend. Und diejenigen, die dagegen vorgehen wollen, wie die Ermittler:innen in Helga Glaeseners Roman. Willkommen in Hamburg im Jahr 1928.

Der Wald als lebendiger und mystischer Ort inspiriert schon seit Jahrtausenden Schriftsteller:innen und Poet:innen. Auch Diana, Göttin der Keuschheit und der Jagd, wohnt dort zusammen mit ihren Nymphen. Zu diesen zählt Sylvia, über deren Leben und Lieben John Neumeier ein Ballett choreografierte. Dieses feierte nun an der Staatsoper Hamburg seine Wiederaufnahme und gleichzeitig die Spielzeiteröffnung.

In der Welt der Zukunft hat sich sehr wenig verändert. Die Luftverschmutzung, zumindest in London, haben die Menschen nicht wirklich in den Griff bekommen. Aber dennoch gibt es einige interessante Entwicklungen und vor allem Superheld:innen, die sogar einen eigenen Club haben. Unter ihnen ist auch Dragman, Protagonist der neuen Graphic Novel von Steven Appleby.

Was machen ein eher unbekanntes Sonett von William Shakespeare und ein Achat-Kristall auf der Leiche einer jungen Frau? Das fragt sich neben der Polizei auch der ehemalige Geheimagent und jetzige Buchhändler Robert Mondrian. Er wird von seinem Freund Kommissar Neher um Hilfe bei den Ermittlungen gebeten und macht sich zusammen mit seinen Assistent:innen daran, Licht ins Dunkel dieses Falls zu bringen.

Mit der Graphic Opera „Weiße Rose“, einer Kammeroper von Udo Zimmermann, hat die Staatsoper einen Film gedreht, der Oper, Schauspiel und Animationen vereint. Die beiden Protagonist:innen Hans und Sophie Scholl werden von Marie-Dominique Ryckmanns und Michael Fischer gesungen. Mit Kopfzeile sprachen die beiden über die Figuren und die Produktion der Graphic Opera.

Manchmal trifft der Spruch ‚Nomen est Omen‘ absolut zu. Das stellt auch Jonah Colley fest, als er an dem alten, verlassenen Lagerhaus am Slaughter Quay ankommt und dort statt eines ehemaligen Freundes vier Leichen findet. Als er dann auch noch krankenhausreif geschlagen wird, will er wissen, was an diesem unwirtlichen Ort passiert ist. Damit beginnt Simon Becketts neuer Thriller.

„Celebration“ – unter diesem Motto feierte die diesjährige Nijinsky-Gala XLVI Musik und Tanz. Mit Ausschnitten aus verschiedenen Choreografien nahmen das Hamburg Ballett und John Neumeier die Zuschauer:innen zum Abschluss der 46. Hamburger Ballett-Tage mit auf eine Reise durch Raum und Zeit.

Erfüllte, überbordende Liebe ist mit Sicherheit das schönste Gefühl, das es gibt. Ist sie aber unerfüllt, ist der Schmerz nur schwer zu ertragen. Also was ist zu tun, um die auserwählte Person für sich zu gewinnen?  William Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“ beschreibt Irrungen und Wirrungen von Liebenden. John Neumeier hat zu diesem Stück ein Ballett choreografiert und es während des Winters als DVD produziert. Der Film wurde nun in der Staatsoper vorgestellt.

Glück gilt vielen Menschen als sehr erstrebenswert. Aber was braucht der Mensch, um glücklich zu sein? Kann man zu glücklich sein? Diese Frage würde die Protagonistin aus „Alles was Sie wollen“ sicherlich mit „Ja“ beantworten. Das Zwei-Personen-Stück, präsentiert vom Torturmtheater Sommerhausen, war das letzte Stück der diesjährigen Privattheatertage in Hamburg, die am 20.  Juni 2021 mit einer Gala und der Verleihung der Monica Bleibtreu Preise endeten.

Shakespeare verfasste eines seiner berühmtesten Dramen über den dänischen Prinzen, selbst die Wise Guys besangen ihn. Auch der Chefchoreograf des Hamburg Balletts, John Neumeier, hat ihm mehrere Choreografien gewidmet. Sein neues Ballett „Hamlet 21“ eröffnete die 46. Hamburger Ballett-Tage und präsentiert eine Geschichte, die Bekanntes zeigt und den Blick für neue Perspektiven öffnet.

Beim Spaziergang an der Alster hat der eine oder die andere sie vielleicht schon einmal gesehen: schmale, lange Drachenboote. Eigentlich gleiten sie mit zehn bis 22 Personen übers Wasser. Aber in Zeiten von Corona ist das ganz anders. Ich habe im vergangenen Sommer während der Kontaktbeschränkungen bei einem Training des Hamburger Drachenbootvereins WSAP SunDragons mitgemacht und erfahren, warum Drachenbootfahren mehr als nur ein Sport ist. Jetzt dürfen die SunDragons endlich wieder ihre Paddel in die Fluten der Alster stechen und trainieren.

Wie ist es eigentlich, in einer Schauspielschule unterrichtet zu werden? Dieser und vielen weiteren Fragen widmet sich das Eröffnungsstück der diesjährigen Privattheatertage. Die Inszenierung des Jungen Theaters Göttingen „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ nach dem dritten Roman von Joachim Meyerhoff eröffnete das Festival im Altonaer Theater und riss das Publikum zu vielen Lachern und langanhaltendem Applaus hin.

Es ist ein besonderes Geburtstagsgeschenk, das John Neumeier dem Musikgenie Ludwig van Beethoven anlässlich seines 250. Geburtstags macht. Die Uraufführung seines Balletts „Beethoven-Projekt II“ wurde in der Hamburger Staatsoper als erste Ballettvorstellung nach dem beinahe siebenmonatigen Lockdown gefeiert und ist ein Feuerwerk aus Musik und Tanz.

Ein Muttersöhnchen, das an die Macht gelangen soll und zwei Frauen, die den Männern die Sinne vernebeln – das ist der Stoff für Drama und für Georg Friedrich Händels Oper Agrippina. Es ist das erste Stück, das nach dem gut siebenmonatigen Lockdown vor Live-Publikum in der Hamburger Staatsoper aufgeführt wurde. Die Premiere fesselte schon mit den ersten Klängen.