Kim Posster hat mit „Männlichkeit verraten!“ einen Essay geschrieben, der es in sich hat. Knallhart wird der profeministische Aktivismus beschrieben, der den Status Quo und auch gerne mal sich selbst kritisiert, aber ohne daraus wirkliche Konsequenzen zu ziehen. Possters Gedanken sind ein inspirierender Beitrag zur Debatte über Männlichkeiten und rufen zum Handeln auf. Es bleiben ein Wille zur Radikalität, aber auch offene Fragen und Probleme.

Mittlerweile sind der CSD und „Pride Month“ nicht nur jedem ein Begriff, auch Unternehmen und Parteien wie die CDU feiern die Pride-Veranstaltungen. Mit der in der Kritik stehenden Kommerzialisierung beginnt der Spagat zwischen ehrlicher Solidarität und „Pride-Marketing“. Doch dieses Jahr wirkt die Atmosphäre auch aus anderen Gründen angespannter. Auf Twitter versuchen rechte Trolle den „Stolzmonat“ zu etablieren, seit Monaten wird die hitzige Debatte rund um trans* Menschen und das TSG (Transsexuellengesetz) vorangetrieben und der Blick in die USA oder Großbritannien kann erschrecken.

Am 27. April 2023 fand im Café Knallhart die zweite solidarische Lesebühne für die iranische Revolution statt. Auf den bisherigen Lesebühnen haben afghanische, kurdische, iranische Personen und Unterstützer:innen gesprochen, um ihre Gedanken und Geschichten zu teilen. Dieser Text von Mario war Teil eines musikalischen Beitrags und ist der dritte, den KOPFZEILE veröffentlichen darf.

Lina E. wird im November 2020 mit dem Vorwurf, Rädelsführerin einer kriminellen Vereinigung zu sein, verhaftet. Der Prozess entwickelt sich zu einem der größten gegen Antifaschist:innen der letzten dreißig Jahre. Am 31. Mai wird das Urteil gesprochen, die Verteidigung spricht von einem inszenierten und bereits von Anfang an entschiedenen Verfahren, das lückenhaft ist und ein politisches Exempel statuieren soll.

Ahmad ist 34 Jahre alt und kommt aus Syrien. Ein Teil seiner Fluchtreise 2015 nach Deutschland verlief über das Mittelmeer. In Hamburg engagiert er sich ehrenamtlich bei der lokalen Gruppe der „Seebrücke“ und ist als überregionaler Sprecher Teil der Presse AG. KOPFZEILE hat mit ihm über seine Arbeit und die aktuelle politische Situation in Europa und auf dem Mittelmeer gesprochen.

The fact that climate change is a bad thing should no longer come as a surprise. Nonetheless: 1.5 °C are (STILL!) possible, somehow at least. These are the two main points to which the so-called final report of the Intergovernmental Panel on Climate Change, published on Monday, March 20, 2023 is reduced. But what is that supposed to be – a final report on climate change? Our author Verena questions exactly that.

Dass der Klimawandel schlecht ist, sollte eigentlich keine Überraschung mehr sein. Aber immerhin: 1,5 °C sind (NOCH!) möglich, also irgendwie. Das zumindest sind die zwei Punkte, auf die der am Montag, dem 20. März 2023, veröffentlichte sogenannte Abschlussbericht des Weltklimarats gerne reduziert wird. Aber was soll das bitte sein, ein Abschlussbericht zum Klimawandel? Unsere Autorin Verena hinterfragt genau das.