Poetischer HipHop im Turmzimmer: Kofi Stone aus Birmingham

Kofi Stone. Foto: Felix Koch Kofi Stone mit feinsten Beats und tiefgründigen Texten. Foto: Felix Koch

Der Brite Kofi Stone liefert lyrische Tiefe und flowige Beats ins Übel & Gefährlich im Bunker. Mit seinem Anfang Oktober veröffentlichten Album ‘A Man After God’s Own Heart’ bringt der Hip-Hop-Artist die Arme zum grooven.

Autor & Fotos: Felix Koch

Flowige Beats und lyrische Tiefe

Durch eine Seitentür kommt Kofi Stone auf die Bühne – sein DJ sorgt an seinem Pult für flowige Beats. In einem oversized orangen Cardigan, weiten schwarzen Trackpants und einer schwarzen Pelzmütze singt Stone über Erfahrungen aus seinem Leben. Er thematisiert, was es bedeutet, POC zu sein. Dicht gedrängt und mit vollem Fokus hängen die Anwesenden an seinen Lippen. Kofi Stone rappt nicht nur, er erzählt Geschichten. Er berichtet über seine Mutter, über sein Leben und die Relevanz, über Emotionen zu sprechen. Mal wirkt Kofi euphorisch, mal ernst.

Kofi Stone. Foto: Felix Koch
Die Arme wippen mit: flowige Beats und schneller Rap. Foto: Felix Koch

Für seinen Track ‘You Deserve Love’ teilt Stone das Publikum in zwei Hälften und lässt es diese drei Worte mehrmals vorher singen und einüben. Gänsehaut und ein Gemeinschaftsgefühl breiten sich aus: Die linke Seite besingt die rechte, worauf die rechte Seite die linke mit ebendiesen Worten besingt – voller Emotionen werden die Worte mitgesungen. Gemeinsam wird der Song mit dem Satz „You Deserve Someone That Can Love You Right“ geschlossen.

Alle singen: ‚You Deserve Love‘

Dann macht Kofi Stone einen Schritt nach vorne und begibt sich mitten ins Publikum. Wie eingeübt formiert sich ein Kreis um den Rapper, und er performt einen ganzen Song im Kessel der Fans. Ein gemeinsamer Flow, hautnah. Die bekannten Songs wie ‘Stories in Pyjamas’, ‘Talk About Us’ oder ‘Busker Flow’ dürfen natürlich nicht fehlen – Kofi wird von einem erstaunlich textsicheren Publikum unterstützt.

Kofi Stone. Foto: Felix Koch
Kofi Stone erzählt in seinen Songs, was es bedeuten kann, POC zu sein. Foto: Felix Koch

Dass Kofi Stones Musik Tiefgang hat, wird auch bei dem Track ‘It’s Ok To Cry’ feat. Loyle Carner deutlich – Kofi Stone hat eine wichtige Botschaft an alle jungen Menschen: ‘It is better to express than to suppress’ – eine Ode an eine offene Kommunikation über Gefühle, auch Männer dürfen weinen und verletzlich sein. Denn schlussendlich haben wir nur uns gegenseitig. Und für alle die mal ein offenes Ohr brauchen: Kofi Stone bietet sogar seinen eigenen Instagram-Kanal für Gespräche an.

Auch Männer dürfen weinen

Kofi Stone zählt zu den gefragtesten Nachwuchskünstlern der UK Hip-Hop-Szene. Auf sein Debütalbum ‘Nobody Cares Till Everybody Does’ aus dem Jahr 2019 folgte nun sein zweites Album mit Singles wie ‘May Sound Crazy’, ‘Black Joy’ und ‘You’ll Be Okay’. Alles wird gut – am Ende lässt er das Publikum abstimmen, welche Zugabe gewünscht ist. Die Wahl fällt auf den Track ‚Same Old‘ – das textsichere Publikum rappt begeistert mit. Sichtlich gerührt nimmt Stone am Ende ein Bad in der Menge.

Der Abend durch meine Linse

Ein paar visuellen Eindrücken des Abends. Hier geht es zu den Fotos.

Kofi Stone. Foto: Felix Koch
Kofi Stone. Foto: Felix Koch
Kofi Stone. Foto: Felix Koch
Kofi Stone. Foto: Felix Koch
Kofi Stone. Foto: Felix Koch
Kofi Stone. Foto: Felix Koch

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