Nathan Ball: Von euphorischen Klängen zu tiefgründiger Melancholie

Der Brite Nathan Ball mit wohltuenden Klängen im Häkken Klubhaus auf St. Pauli. Fotos: Felix Koch Der Brite Nathan Ball mit wohltuenden Klängen im Häkken Klubhaus auf St. Pauli. Fotos: Felix Koch

Rot schimmernder Nebel zieht durch das Häkken Klubhaus an der Reeperbahn. Sphärische Klänge bringen den Raum nach anfänglichem Applaus zum Schwingen. Eine zarte Kopfstimme mit viel Hall durchschneidet sanft die kuschelige Konzertlocation auf St. Pauli.

Autor & Fotos: Felix Koch.

Eine Mélange aus klassichem Songwriting und experimentellen Sounds

Nathan Ball, der britische Singer Songwriter aus Cornwall, erschafft mit Gitarre und Synthesizer experimentelle Musik. Kombiniert mit klassischen Songwriting auf der kleinen Bühne entsteht ein ganz individueller Sound. Ein Sound mit einer weichen und träumerischen Qualität, der ein Gefühl von Weite und Raum vermittelt. Die Kopfzeile Redaktion hatte bereits die Gelegenheit, einen Vorgeschmack von Nathans Musik zu genießen, als Voract zu Ziggy Alberts im Stadtpark Openair (hier geht es zum Artikel). Größere Bühnen bespielte Nathan im Sommer als neuer lead Sänger der Band Faithless auf Festivals wie dem Wilderness und dem Glastonbury.

Foto: Felix Koch.
Das ansteckende Lächeln des Nathan Balls. Foto: Felix Koch.

Nun ist Nathan zurückgekehrt, seine ganz eigene Tour mitsamt einer Ladung Emotionen und vielfältigen Klängen im Gepäck. Er singt über Träume, sich-verloren-fühlen und Fluktuation in Freundschaften im Leben. „Stateline“, geschrieben auf den langen, staubigen Straßen Australiens, nimmt das Publikum mit auf eine Reise, spricht über unschuldige Jugend und junge Liebe, neue Orte und neue Personen. Ein Liebeslied über das Erwachsenwerden, wie er selbst sagt. Nicht nur mit seiner Musik berührt Nathan die knapp 200 Anwesenden sichtlich; seine ruhige, freundliche Ausstrahlung mit seinem unverkennbaren Lächeln stecken an. Die intime Wohnzimmer-Atmosphäre im Klubhaus Häkken tut sein Übriges.

Foto: Felix Koch.
Mit Gitarre und Synthesizer füllt Nathan Ball die Wohnzimmer-Atmosphäre. Foto: Felix Koch.

Mit E-Gitarre und Synthesizer schafft Nathan Ball den Spagat von melancholischen und euphorischen Liedern. Untermalt von persönlichen Geschichten wie dem Verweilen auf einer einsamen Insel Schottlands mit einem Haufen Freund*innen und ein noch größerer Haufen Whiskey, fließen die Worte der Songs authentisch durch den Raum. Sympathisch und unroutiniert nutzt Nathan die Zeit vom Tuning seiner Gitarre: „ob jemand Fragen hätte“. Die Antwort auf ganz persönliche Fragen erfährt man nur, wenn man live dabei ist.

Ein Haufen Freund*innen und ein Haufen Whiskey

Mit seiner frisch veröffentlichten Single „Cover To Cover“ im Gepäck tourt Nathan nun durch Deutschland, Niederlande und Großbritannien – und kündigt eine kommenden EP mit dem Titel „Lost Track of Time” an. Eigene Emotionen vermischen sich mit dem dichten Nebel und den Gesängen von Nathan Ball. Die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt bei „Under the Mackerel Sky“, als Nathan Ball das Publikum einlädt den Chours „I’m not lost“ mitzusingen – ein berührender Moment für alle die sich mal verloren fühlen. You are not alone in this. Das Mantra des Songs: life is fantastic and you are fantastic. „Gänsehaut – die Stimme – wow‘, höre ich eine Frau begeistert ihr Fazit äußern. Langsam legt sich der Nebel, Lichter gehen an. Nathan zeigt sich mit freundlichem Lächeln beim Merch und führt geduldig Gespräche mit seinen Fans.

Der Abend durch meine Linse

Die musikalische Reise unterlegt von visuellen Eindrücken des Abends.
Hier geht es zu den Fotos.

Nathan Ball. Foto: Felix Koch
Der Brite Nathan Ball mit wohltuenden Klängen im Häkken Klubhaus auf St. Pauli. Fotos: Felix Koch
Nathan Ball. Foto: Felix Koch
Nathan Ball. Foto: Felix Koch
Nathan Ball. Foto: Felix Koch
Nathan Ball. Foto: Felix Koch
Nathan Ball. Foto: Felix Koch
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