Im England des 20. Jahrhundert ist die Zahl 13 für manche einfach eine Zahl, für andere bedeutet die Ziffer Unglück. Die 12, das glatte Dutzend, hat da schon einen deutlich besseren Ruf. Die bunt zusammengewürfelte Wochenendgesellschaft, die Lord Aveling zu sich einlädt, war im Ursprung eben dieses volle Dutzend. Aber wie es der Zufall so will, kommt alles ganz anders und ein dreizehnter Gast auf dem Landsitz an.

Von seinem Ursprung in den Rocky Mountains bis ans Meer in Mexiko wird Ana Zirner dem Colorado River – der Lebensader des amerikanischen Westens – zur Begleiterin. Zu Fuß und mit einem aufblasbaren Kajak möchte die deutsche Bergsportlerin den Fluss in all seinen Facetten kennenlernen. Dabei beschäftigt sie sich unter anderem mit seiner Gesundheit und der bedeutenden Kraft des Elements Wasser.

„Ich kann gar nicht so gut reden“ sagt Sibylle Berg zum Einstieg ins Gespräch – und beweist dann das Gegenteil. Gemeinsam mit Dietmar Dath, Autor („Niegeschichte“) und Science-Fiction-Kenner kommt Sibylle Berg, Autorin von „GRM Brainfuck“, das zwar oft unter Science Fiction eingeordnet wird, aber eigentlich keine ist, im Oktober 2019 zu einem Gespräch zusammen. Sie unterhalten sich über Dystopien, Literaturkritik, Digitalisierung und Marxismus, kurz: Sie reden über die Zukunft.

Sind wir wirklich klüger geworden, seitdem wir praktisch immer und überall Zugriff auf sämtliches Wissen der Menschheit haben? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, hilft selbst Googeln nicht. Der Begriff der Intelligenz ist letztlich doch relativ, meint Horst Evers, der in seiner Kurzgeschichtensammlung mit humoristischem Blick und amüsantem Ton aus dem Hier und Jetzt erzählt.

Eine der größten Schweizer Banken veranstaltet im vornehmen Hotel Palace de Verbier ihr sogenanntes „Großes Wochenende“. Das Spannendste daran soll eigentlich nur die Ernennung des neuen Bankpräsidenten werden – doch es kommt ganz anders. Im Hotel geschieht ein Mord und die Polizei tappt im Dunkeln. Schließlich nimmt sich der Schriftsteller Joël Dicker, Autor dieses Buches, der Sache an.

Ein letzter Coup noch, dann kommt der Ruhestand. So lautet der Plan von Lucius „Lou“ Rinke, als er sich im Februar 1962 auf diesen Einbruch vorbereitet. Doch es kommt anders als geplant: Der Schatz ist nicht der, der er sein sollte, der Komplize jung und unerfahren und dann macht das Wetter den Fluchtplänen einen Strich durch die Rechnung.

In den Sommermonaten lockt Rom, die „città eterna“, mit ihrem mediterranen Klima und reichlich Sonnenstunden. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Denkmäler sowie das implizite Versprechen, sich in Rom am „dolce vita“ berauschen zu dürfen, machen die dort verbrachte Zeit einzigartig. Der Erzähler in Simon Strauss’ Roman geht aufs Ganze und flüchtet sich in die Ewige Stadt.

Kommen ein Engländer und ein Schotte in ein nobles Herrenhaus… Das könnte der Anfang eines alten Witzes sein. Tatsächlich handelt es sich jedoch um den Beginn des Kriminalfalls in Oscar de Muriels Roman „Die Totenfrau von Edinburgh“. Und dieser fünfte Fall aus der Reihe um die Inspectoren Frey und McGray ist ganz und gar nicht witzig. Denn einer engen Vertrauten von Inspector McGray droht die Todesstrafe.

Der westliche Kulturbegriff beinhaltet die Zweiteilung von Kultur und Natur. Letztere ist weder vom Menschen geschaffen, noch kann sie in ihrer grundlegenden Existenz von ihm verändert werden. Im Begriff Kultur dagegen offenbart sich unsere schöpferische Gestaltungskraft. Wie aber können Menschen ihrem subjektiven Schaffensdrang und kollektivem Kulturbedürfnis in Lockdown-Zeiten Rechnung tragen?

Der Frühling hält Einzug in den schottischen Highlands und damit ist er nicht der Einzige: Im kleinen Dorf Lochdubh kündigen sich Veränderungen an. Nicht nur wurde der örtliche Polizist, Hamish Macbeth, befördert. Eines schönen Tages kommt auch ein alter rostiger Campingwagen ins Dorf gefahren. Hamish Macbeth ist alles andere als erfreut so nehmen die Verwicklungen ihren Lauf.

Zusammengekuschelt vorgelesen bekommen oder mit einem Schlaflied zu Bett gebracht werden – das sind Kindheitserinnerungen, die nicht nur Menschenkinder erleben. Auch trächtige Delfinweibchen singen ihrem Nachwuchs etwas vor. Diese und mehr Eltern-Kind-Geschichten aus dem Tierreich schildert Maja Säfström in ihrem neuen (Kinder-)Buch „Pinguine kuscheln gern“.

Wer sich Zeit zum Essen nimmt, kann das Gericht meistens wirklich genießen. Ein aufwändiges Mehrgangmenü, gekocht mit oder für Freunde, kann diesen Genuss sogar noch steigern. Denn dann gesellt sich zu den Gaumenfreuden das gesellige Beisammensein mit geschätzten Menschen. Doch was passiert, wenn die Mahlzeit tödlich endet? Die Geschichtensammlung „Tödlich aufgetischt“ liefert Antworten.

„Lost“ ist das Jugendwort des Jahres 2020. Übersetzt bedeutet der englische Ausdruck so viel wie „verloren“, „ahnungslos“ oder „unsicher“. Lange Zeit eher scherzhaft verwendet, hat er nun eine gänzlich neue Bedeutung erhalten. Inzwischen scheint der Begriff einer „lost generation“ als Ausdruck ihrer aktuellen Gefühlslage zu dienen. Beklommen und pessimistisch blicken die jungen Menschen von heute in die Zukunft.