„Nein, ich bin nicht so!

Viele Menschen bezeichnen den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine als „Putin-Krieg“. Auf der ganzen Welt gehen Menschen dagegen auf die Straße: Ukrainer:innen neben Russ:innen. (Foto: Matti/Pexels)

Seit dem Angriff auf die Ukraine erleben Menschen mit russischen Wurzeln in Deutschland immer wieder Anfeindungen. Dabei gehen viele von ihnen gerade gegen den Krieg auf die Straße, engagieren sich – und erleben gleichzeitig Zerrissenheit in der eigenen Familie. In KOPFZEILE berichten drei von ihnen von ihren Erfahrungen.

Von Juri Wirth und Paulina Keller

„Es ist unglaublich schwer, den Schmerz von beiden Seiten zu spüren

Lisa (23, studiert International Business Administration in Lüneburg) ist vor zwei Jahren von Russland nach Deutschland gezogen. Ihr Freund kommt aus der Ukraine, seine Familie ist vor kurzem in Deutschland angekommen. Ihre Familie kann Russland nicht verlassen, ihr Bruder muss im April den russischen Wehrpflichtdienst antreten.

Vom Angriff auf die Ukraine habe ich fast gleichzeitig aus den Medien und von meinem Freund Max, dessen Familie in der Ukraine lebt, erfahren. In der ersten Woche konnte ich aus Angst um Max‘ Familie und meine Freund:innen in der Ukraine fast nichts für mein Studium machen. Ich war immer gestresst oder habe geweint, konnte an nichts anderes denken. Alle Gedanken kreisten rund um die Familie von Max, meine Freund:innen, ob sie fliehen können, ob sie in Sicherheit sind. 

Viele Menschen, darunter auch viele Russ:innen wie Lisa demonstrieren gegen den Krieg in der Ukraine. (Foto: Sima Ghaffarzadeh/Pexels)

Von der Uni wurden Studierende aus Russland nicht angesprochen. Ich habe meine persönliche Situation meiner Projektgruppe und einer Professorin mitgeteilt, weil ich für eine Präsentation einfach nicht bereit war. Sie hatten Verständnis und meine Professorin hat eine Unterkunft für Max‘ Familie angeboten. Sie hat es zum Glück geschafft, zu fliehen. Sein älterer Bruder wohnt in Deutschland, deswegen konnte er zur polnischen Grenze fahren und alle abholen. 

Ich habe selbst den Kontakt mit meinen Omas und einer Tante abgebrochen.

Lisa, 23, Studentin

Ich mache mir aber auch Sorgen um meine Familie in Russland, um meinen Bruder, der im April den Militärdienst machen muss. Eigentlich darf man währenddessen nicht in ein Kriegsgebiet geschickt werden. Den jüngeren Leuten wurde stattdessen gesagt, dass sie zu einer Militärübung müssen, oder ihnen wurde gar nichts mitgeteilt. Es gibt jetzt ganz viele Gefangene in der Ukraine, die erst 18 sind, weil sie den Militärdienst gemacht haben und jetzt eingezogen wurden.

In Russland sind das Verhalten und die Meinungen zur Situation in der Ukraine sehr ambivalent. Leider gibt es noch viele Leute, die Putin nach jahrzehntelanger Propaganda und fast abwesenden unabhängigen Medien unterstützen und glauben, dass Russland der Ukraine „hilft“ und sie „von Nazis befreit“. Das sind viele ältere Menschen, aber nicht nur. Dadurch ist die Gesellschaft in Russland jetzt auch zerbrochen. Ich höre immer häufiger von Konflikten in den Familien und Freundeskreisen wegen des Kriegs. Viele fliehen aus Russland, wenn sie die Möglichkeit haben. Für viele ist die Situation ein Schmerz, der schwer erträglich ist. Ich habe selbst den Kontakt mit meinen Omas und einer Tante abgebrochen, als sie versucht haben, mir zu erklären, was in der Ukraine „wirklich“ passiert. Meine Eltern würden Russland gerne verlassen, aber sie haben finanziell nicht die Möglichkeit dazu. Mein Bruder, der im April zum Militärdienst muss, ist jetzt 21 Jahre alt und kann Russland leider auch nicht verlassen, da er bald ein Kind bekommt. Wir telefonieren einmal in der Woche und schreiben uns täglich, da die Situation sich sehr schnell ändern kann.

Die erlassenen Sanktionen haben bewirkt, dass die Lebensqualität sinkt wie noch nie. Viele ausländische Marken verlassen den Markt, insgesamt herrscht deswegen Panik in der Gesellschaft. Es ist für mich aber schwer, über Sanktionen nachzudenken, die sich verglichen mit der Situation meiner Freund:innen aus der Ukraine nicht so wichtig anfühlen. Für mich hier in Deutschland bedeuten die Sanktionen aber auch, dass ich kein Geld von meiner Familie erhalten kann, weil die russischen Geldkarten außerhalb des Landes nicht mehr funktionieren. Falls bei mir etwas passiert, können sie mich finanziell nicht unterstützen.

Jetzt sage ich statt tausend Wörtern einfach, dass ich „leider aus Russland komme“.

Lisa, 23, Studentin

Über meine Herkunft habe ich nie gerne gesprochen, da ich dann nach Stereotypen beurteilt werde. Ich kann nicht jedem erklären, dass ich Putins Regime nicht unterstütze. Jetzt sage ich statt tausend Wörtern einfach, dass ich „leider aus Russland komme“. Da ich ganz viele Bekannte aus Ukraine habe und in der Bar einer ukrainischen Familie arbeite, sehe ich auch viel Hass gegenüber dem russischen Volk, vor allem in den sozialen Medien. Der Hauptvorwurf lautet, dass russische Menschen nicht genug machen, um Putins Regime zu brechen. Ich kann den Hass in dieser Situation nachvollziehen. Ich fühle selbst das gleiche für alle, die jetzt Propaganda verbreiten, für Influencer:innen in Russland, die auch Geld für die Verbreitung der Propaganda bekommen.

Ich weiß aber auch, wie schlimm jetzt die Lage mit den Protesten in Russland ist. Meine Freund:innen protestieren auch, aber in Russland bedeutet so etwas immer, in Lebensgefahr zu sein. Von Gefängnisstrafen bis Folter und Schlimmerem kann ihnen da alles drohen. Das kann man natürlich kaum jemandem erklären, der gerade Krieg im eigenen Land hat. Deswegen ist es gerade auch unglaublich schwer, so viele Mitmenschen in beiden Ländern zu kennen, den Schmerz von beiden Seiten zu spüren und noch diesen Druck als Russin zu haben. Ich versuche einfach, humanitär und zum Beispiel bei der Unterkunftssuche zu helfen oder bei der Informationsverbreitung, aber trotzdem fühlt es sich nach nicht genug an. 

Ich war auch auf einer Friedensdemo von „Fridays For Future“, aber das hat mich sehr enttäuscht. Die Organisation war meiner Meinung nach zu sehr auf das Klima fokussiert, von wegen „wenn wir nur erneuerbare Energien verwendet hätten, würden wir jetzt nicht die russische Armee finanzieren“. Das stimmt zwar auch, aber der Fokus auf die Menschen in der Ukraine, die gerade in Lebensgefahr sind, finde ich wichtiger. Mir kreist auch durch den Kopf, dass ich nicht weiß wann ich meine Familie sehen werde, die ich jetzt bereits seit anderthalb Jahren nicht gesehen habe und, wie sehr der Krieg alles in meinem Leben und den Leben meiner Mitmenschen und Freund:innen verändert hat und, dass es nie wieder so wie vorher sein wird. 

„Ich möchte, dass meine Liebsten nicht für den Krieg bestraft werden, sondern ihnen in diesen Zeiten auch geholfen wird“

Bei Demonstrationen für Frieden in der Ukraine sind allein in Hamburg in den vergangenen Wochen Hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen. Bei Protesten in Russland sind laut der Bürgerrechtsorganisation OWD-Info seit Kriegsbeginn über 15 000 Menschen festgenommen worden. (Foto: Anna Ströbele Romero)

Viktoria (21, studiert Stadtplanung an der HafenCitiy Universität) ist nach ihrem Abitur in Sankt Petersburg nach Deutschland gezogen. Gerade ist sie in Russland, um mit ihrer Familie zusammen zu sein. 

Als ich am 24. Februar aufgewacht bin, habe ich eine Nachricht von meinen Eltern gelesen, die ungefähr lautete: „Wegen des Kriegs solltest du sofort das Geld von deinem russischen Bankkonto abheben, das könnte bald nicht mehr möglich sein.“ Meine Freundinnen aus Russland sprachen in ihren Nachrichten auch von einem Krieg. Das war einerseits schockierend, andererseits irgendwie unmöglich zu verarbeiten. Danach las ich Nachrichtenbeiträge und fing langsam an, die Situation zu realisieren. In den ersten Tagen war überhaupt nicht klar, in welchem Maß sich der Angriff ausbreitet. Ich hätte eigentlich noch ein Essay abgeben und lernen sollen, aber seit dem Anfang des Kriegs konnte ich mich nicht mehr konzentrieren. Auf meine Anfrage hat die Dozentin für mich ausnahmsweise die Frist verschoben. Bei einer weiteren Gruppenarbeit konnte ich kleinere und später fällige Schritte übernehmen, da haben meine Kommiliton:innen mich auch unterstützt. Allgemein habe ich das Gefühl, an der Uni ist man bereit, mich zu verstehen oder mir zu helfen, wenn ich meine Sorgen und Schwierigkeiten anspreche. 

Es ist naiv, in Russland genauso große Proteste zu erwarten, wie es in Deutschland möglich ist.

Viktoria, 21, Studentin

Meine Eltern sind vor allem indirekt betroffen, zum Beispiel durch die Abwertung des Rubels. Die Sperrung der russischen Bankkarten im Ausland ist auch ein spürbares Thema. Sie sind schockiert und gestresst, man weiß nicht, was zu erwarten ist. Dennoch wollen sie in Sankt Petersburg bleiben, mit der Hoffnung, dass das gesparte Geld für die nächsten Jahre ausreicht. Bisher habe ich es immer geschafft, relativ oft nach Russland zu fliegen. Sonst telefoniere ich wöchentlich mit meiner Familie. Vor ein paar Monaten hatte ich in der vorlesungsfreien Zeit eine Reise nach Sankt Petersburg geplant. Als der Luftverkehr zwischen Europa und Russland eingestellt wurde, schien das zunächst unmöglich. Allerdings habe ich gemeinsam mit meinen Eltern überlegt, dass die Situation noch schlechter werden kann und wir dieser schwierigen Zeit zusammen zu sein wollen. Deswegen bin ich dann über Estland nach Sankt Petersburg gereist.

Ich glaube, manche Leute empfinden den Krieg als etwas weit Entferntes und schalten ab, was ich aber völlig verstehe. Einige hingegen sind engagiert und posten relevante Informationen auf Social Media. Zum Beispiel rede ich mit meiner deutschen Mitbewohnerin oft über den Angriff. Sie ist gut informiert und macht sich auch Sorgen. Ich denke auch, es ist naiv, in Russland genauso große Proteste zu erwarten, wie es in Deutschland möglich ist. Man wird schon aufgrund kleiner Aktivitäten, zum Beispiel einem kritischen Beitrag in den sozialen Medien geschlagen, verhaftet, gefeuert, exmatrikuliert. Viele sind von der Propaganda beeinflusst und glauben nicht, dass die politische Lage irgendwie geändert werden muss. 

Verständnis des Westens für russische Bürger:innen schließt die Unterstützung der Ukraine nicht aus.

Viktoria, 21, Studentin

Es tut mir unglaublich leid, dass die ergriffenen Vergeltungsmaßnahmen vor allem auf die Zivilist:innen zielen. Ich frage mich, wie die kommende wirtschaftliche Krise in Russland die ukrainische Bevölkerung retten kann. Russland wird abgeschnitten von Europa und der restlichen Welt. Der Teil der Bevölkerung, der Putins Propaganda glaubt und ihn unterstützt, wird noch weniger Zugriff auf westliche Informationsquellen haben und sich vom Westen noch mehr beleidigt fühlen. Der Schwerpunkt russischer Propaganda ist ja eben, dass Russland von feindlichen Ländern umgeben ist. Für die, die gegen Putins Regime waren und sind, sind die Sanktionen umso mehr ungerecht. Viele intelligente und wohlhabende Menschen verlassen gerade das Land. Verschärfte Armut steht bevor, was meiner Meinung nach eher dazu führen wird, dass die Menschen auf die Befriedigung eigener Grundbedürfnisse achten und nicht auf die Entstehung einer progressiven Gesellschaft und Politik. Außerdem tragen die Sanktionen zu den russophobischen Diskursen in der westlichen Gesellschaft bei, da Regierungen und internationale Unternehmen allen russischen Bürger:innen die Schuld am Krieg geben.

Ich glaube, wir sollen alle lernen, Wut und Angstgefühle friedlich zu äußern. Ich wünsche mir mehr Verständnis des Westens für russische Bürger:innen, das schließt die Unterstützung der Ukraine ja nicht aus. Ich möchte, dass meine Liebsten nicht für den Krieg bestraft werden, sondern ihnen in diesen Zeiten auch geholfen wird. Am allerwichtigsten ist aber jetzt natürlich Sicherheit, Leben und Gesundheit aller Betroffenen in der Ukraine.

Alle sind plötzlich gezwungen, sich zu Patriot:innen auf der einen oder anderen Seite zu erklären

Viele Menschen mit russischen Wurzeln erleben in diesen Tagen Anfeindungen. Mit den Worten „We stand with you“ demonstrieren einige Menschen ihre Solidarität gegenüber beiden Seiten: gegenüber der Ukraine, aber auch gegenüber den Russ:innen, die den Angriff Russlands ablehnen. (Foto: Mathias P.R. Reding/Pexels)

Elena* (57, Übersetzerin, *Name geändert) ist vor 26 Jahren aus St. Petersburg nach Berlin gezogen. Ihre Familie ist noch in Russland – und gespalten: Ein Onkel wohnte 30 Jahre lang in der Ukraine, der andere unterstützt die offizielle Politik der russischen Regierung. Die beiden sprechen schon seit Jahren nicht mehr miteinander. 

Als die Nachricht am 24. Februar kam, konnte ich es kaum fassen. Das, was in dieser Nacht geschehen ist, kam für mich sehr unerwartet. Damit hätte keiner gerechnet. Mein Sohn hat mich neulich gefragt, warum ich in letzter Zeit immer so traurig aussehe, dabei habe ich versucht, mir meine Sorgen nicht anmerken zu lassen. Ich bin sehr verängstigt und betrübt, bedrückt und traurig. Diese Gedanken bestimmen meinen Alltag. 

Ich war jetzt wegen Corona zwei Jahre lang nicht in Russland und hatte eigentlich geplant, diesen Sommer hinzufahren, aber es gibt keine Flugverbindungen mehr. Ich weiß nicht, wann ich meine Familie in Russland wiedersehen kann und selbst wenn ich fahren würde, weiß ich auch nicht, wann und ob ich zurückkommen kann. 

Für mich wurde es so dargestellt, als ob es keinen Widerstand in Russland gegeben hätte. Das stimmt nicht.

Elena, 57, Übersetzerin

Am Anfang war ich von der Berichterstattung der westlichen Medien über die russische Seite enttäuscht. Für mich wurde es so dargestellt, als ob es keinen Widerstand in Russland gegeben hätte. Das stimmt nicht. Klar ist es schwierig, zu wissen was man glauben soll, mit all der Propaganda. Aber es gab schon von Anfang an Demos in Russland, das habe ich auf Videos von russischen Freundinnen gesehen, die sie über Facebook geteilt haben. Viele Leute waren dagegen, haben ihre Jobs verloren, haben gekündigt oder sind ausgereist. 

Ich habe Freund:innen in der Opposition. Sie sind gegen den Krieg, gegen Putin und seine Politik und entrüstet darüber. Aber es ist verboten zu demonstrieren und die Menschen haben Angst. Wer auf die Straße geht, wird verhaftet, verschleppt und wer kritische Inhalte gegenüber Putin verbreitet, wird bestraft. Mit dem neuen Mediengesetz gibt es massive Einschränkungen. Mein Facebook Feed ist so still geworden – das ist ganz komisch. 

Ich will meine Verwandten nicht verlieren, nur weil sie eine andere Ansicht haben.

Elena, 57, Übersetzerin

Mit meiner Familie vermeide ich politische Diskussionen. Ich will meine Verwandten nicht verlieren, nur weil sie eine andere Ansicht haben. Denn auf der einen Seite ist da mein Vater. Er unterstützt die politische Linie von Putin und schaut die ganze Zeit russisches Staatsfernsehen – ich kann nicht mit ihm diskutieren. Und auf der anderen Seite sind da meine beiden zerstrittenen Onkel. Der eine verteidigt Putin und der andere hat über 30 Jahre lang in der Ukraine gelebt. Sie sprechen schon seit Jahren nicht mehr miteinander. Es ist sehr traurig mit anzusehen, wie unterschiedliche Einstellungen zwei Brüder trennen können. 

Neulich habe ich mit meinem pro-ukrainischen Onkel gesprochen, der gerade in Polen ist. Wir haben noch eine Verwandte in der Ukraine. Seit dem 24.2. haben wir keine Nachrichten mehr von ihr bekommen. Wir wissen nicht, wie es ihr geht und ob sie noch lebt. In der Ukraine sind manche Menschen erstaunt, dass erst jetzt so viel über den Krieg berichtet wird und dass es auf einmal so einen Trubel gibt. Für sie ist der Krieg nicht neu, er hat bereits 2014 begonnen. 

Es ist schwer, sich ständig zu positionieren.

Elena, 57, Übersetzerin

Was mich stört ist, dass gerade gefühlt jede russische Person wie ein:e Straftäter:in behandelt wird. Es ist schwer, sich ständig zu positionieren. Eine Freundin hat mich neulich gefragt: „Elena, du bist doch nicht so, oder?“ Und ich meinte: „Nein, ich bin nicht so!“ Da hat sie mich einfach in den Arm genommen, um mir zu zeigen, dass sie mich annimmt. Das hat mich sehr berührt. 

Ich bekomme auch mit, dass viele russische Dinge boykottiert werden. Zum Beispiel habe ich erfahren, dass Anfang März eine Reihe von Dostojewski-Vorlesungen an einer mailändischen Uni verboten werden sollte. Dostojewski ist einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller! Das ist dann doch nicht passiert, weil es sehr viel Kritik und Widerstand gab. Aber allein die Tatsache, dass darüber nachgedacht wird, eine wissenschaftliche Vorlesung zu verbieten, nur weil es sich dabei um russische Literatur handelt, finde ich erschreckend. Die Sanktionen gehen jetzt schon so weit, dass davon auch Kontakte in der Kunst, Kultur und Wissenschaft betroffen sind, das ist nicht richtig. 

Ich wünsche mir, dass das Ganze so schnell wie möglich vorbei geht. Es ist furchtbar, dass Russland von der ganzen Welt abgeschnitten ist. Es gibt so viele Menschen, die ganz normal weiterleben wollen. Sie tun mir so leid. Und natürlich tun mir vor allem die Ukrainer:innen leid. Das ist ein Putin-Krieg. Leider bekommt die russische Bevölkerung die Konsequenzen zu spüren und die ganze Welt muss darunter leiden.